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Wertiges Wohnen im Burgis-Karree in Neumarkt

Bericht in den Neumarkter Nachrichten vom 18.07.2020

Wertiges Wohnen im Burgis-Karree in Neumarkt

Für das ehemalige Burgis-Gelände an der Altdorfer Straße gibt es sehr konkrete Pläne zur künftigen Nutzung: Auf dem knapp 10 000 Quadratmeter großen Areal sollen 70 bis 75 Wohnungen entstehen. Von einer "neuen Dichte" sprach Immobilienmakler Willi Kirsch bei der Präsentation des Projekts. Dies bedeutet, dass der Investor, die Weidinger Wohnbau GmbH, nicht die maximale Rendite, sondern "qualitativ hochwertiges Wohnen" anstrebt, wie Andreas Schmid vom Architekturbüro Berschneider erklärte.

Johannes Berschneider ist froh darüber, dass der bauausführende Bauträger Weidinger Wert darauf legt, das "Grundstück nicht total auszunutzen". Was der Planer aus Pilsach allerdings bedauert, ist die Corona-bedingte Absage der für 17. Oktober geplanten "Abbruchparty". Bei ähnlichen Events unter Berschneiders Regie waren in der Vergangenheit immer große Beträge für einen wohltätigen Zweck erfeiert worden.

Noch in diesem Jahr soll der alte Burgis-Gebäudebestand abgeräumt werden, so Bauherr Rudolf Weidinger. Was danach auf dem vormaligen Werksgelände entstehen wird, muss erst noch das laufende Bebauungsplanverfahren der Stadt ergeben. Unklar ist im Moment auch noch, wann eine Baugenehmigung erteilt werden kann. Der mit der Vermarktung beauftragte Makler Kirsch rechnet mit dem Bezug um die Jahreswende 2022/23.

Auch Gewerbe vorgesehen
Das neue Wohnquartier wird den Namen "Burgis Karree Neumarkt" tragen. Das vorläufige städtebauliche Konzept sieht Einheiten von Zwei-Zimmer-Wohnungen mit rund 50 Quadratmetern, über größere familientaugliche Appartements bis zu großzügigen Penthäusern mit 140 Quadratmetern vor. Auch an Flächen für "nicht störendes" Gewerbe ist gedacht.

Makler Kirsch warb schon einmal mit einem "hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis" für das Karree — nicht ohne zu betonen, dass die endgültigen Preise von der weiteren Entwicklung in der Baubranche abhängen. Kirsch schätzt einen Quadratmeterpreis von rund 4000 Euro "plus ein kleines X". Kirsch & Haubner-Geschäftsführer Franz-Josef Kirsch erklärte, dass höherwertige Projekte wie das Burgis-Karree Bewegung in den Immobilienmarkt bringen und günstigerer Wohnraum für nicht ganz so zahlungskräftige Mieter und Käufer frei werde.

Das neue Wohnviertel wird durch sechs Einzelgebäude, viel Grün, geschlossene Gebäudestrukturen zur Altdorfer Straße und eine kleinteiligere Bebauung im Osten bestimmt sein. Während Kraftfahrzeuge im Innern des Areals nicht erlaubt sein werden, soll es Ruhezonen, Aufenthaltsbereiche und eine halböffentliche Wegeachse geben. Die fahrbaren Untersätze sollen in Tiefgaragen und auf Stellplätzen am Rande untergebracht werden.

"Das wird keine Jugendherberge und kein Seniorenheim, sondern gemischt", sagte Willi Kirsch. Er ist sich sicher, dass das "kleinparzellierte" und umweltbewusste Wohnen in einem hochwertigen Ensemble auf dem Markt gefragt sein werde.

Während die Pandemie eine gewisse Unsicherheit auf dem Immobilienmarkt ausgelöst habe, registriert der Makler nun eine eher steigende Nachfrage nach Wohnraum. Es sei auch eine Nachwirkung von Corona: "Die Menschen sehnen sich nach Sicherheit und Zuverlässigkeit." Auffällig sei auch die Zuzugstendenz aus dem Mittelfränkischen. Kirsch: "In der Krise zeigt sich die wahre Stärke einer Region."

OB Thomas Thumann versicherte zwar, dass die vorläufigen Pläne im Rathaus Gefallen gefunden hätten. Das Vorhaben werde sicher "prioritär" behandelt, aber angesichts der großen Personalprobleme in der Stadtverwaltung sei es schwer, "fixe Zeiträume zu nennen". Im Burgis-Karree sieht der Oberbürgermeister eine weitere Bereicherung des Wohnungsmarktes. In der hervorragenden Wohnlage werde dem "Drang zur Innenstadt" Raum gegeben.